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Freitag, 20. August 2010

Rainbachköpfl (2690m)

Heute sollte, nach einigem Überlegen, das Rainbachköpfl als Tourenziel herhalten. Das Rainbachköpfl, eigentlich nur ein Gratkopf im Südwestgrat des Südlichen Schwarzkopf, ist der Hausberg der Plauener Hütte. Aufgrund seiner doch recht exponierten Lage ist er ein schöner Aussichtsberg, der sich perfekt für Einblicke in die Reichenspitzgruppe eignet.

Nachdem ich mit dem ersten Bus von Mayrhofen aus in Richtung Zillergründl bis zur Staumauer fuhr, eröffnete sich direkt an der Bushaltestelle der erste Blick zu meinem heutigen Ziel.

Blick zur Plauener Hütte von der Staumauer aus. Die markante Erhebung darüber ist das Rainbachköpfl.
Nun geht es zuerst der Straße am Seeufer entlang in Richtung Talschluss, bis zur Abzweigung zur Plauener Hütte bei einem Kriegerdenkmal. Auf dem schönen Weg, der zunächst durch ein Latschenfeld empor führt, eröffnen sich sehr schöne Blicke zur umgebenden Landschaft.

Blick zum Stauseeende und zum Heilig-Geist-Jöchl, rechts der Rauchkofel.
Der erste Blick zum Kuchelmooskees, links der Kuchelmooskopf, in Bildmitte die Reichenspitze.
Nach der Überquerung des Baches trifft man auf den alten Hüttenweg, der unter der Materialseilbahn steil und in vielen Kehren zu Plauener Hütte empor führt.
An der Hütte beginnt, gut versteckt, der zunächst gute Steig in Richtung Rainbachköpfl. Man geht, immer den zunächst guten, dann immer schlechter werdenden Markierungen folgend über einen mit Platten ausgelegten Steig durch Blockwerk in Richtung der Scharte westlich des Gipfels.
Die letzen Meter zur Scharte sind dann von losem Gestein bedeckt, welches sich bei kleinster Belastung sofort in Richtung Tal bewegt.

Das Rainbachköpfl, vom Aufstiegsweg aus gesehen. Rechts die Scharte mit dem weiteren Aufstiegsweg.
Der weitere Weg in Richtung Scharte.
Blick zurück von der Scharte in Richtung Plauener Hütte. Zu erkennen sind die Markierungen des Aufstiegswegs.
Der weitere Weg von der Scharte aus.
An der Scharte beginnen die Fixseile. Der weitere Weg führt nun, immer den Seilen entlang, zum Gipfel. Zunächst ist das Gelände noch gut gangbar, nur einige kleinere Stufen sind zu überwinden, doch dann kommen die beiden Schlüsselstellen, die auf keinen Fall mehr Gehgelände darstellen.

Die erste und harmlosere der beiden Schlüsselstellen.
Hier gehts rauf...
...und da gehts weiter.
Am Gipfel des Rainbachköpfl.
Wie erwartet bietet das Rainbachköpfl, trotz seiner relativ geringen Höhe, einen gigatischen Rundblick, vor allem auf die Gipfel über dem Kuchelmooskees.

Das Kuchelmooskees, links der Kuchelmooskopf, dahinter die Wildgerlosspitze und rechts der Bildmitte die Reichenspitze.
Blick Talauswärts, die markante Erhebung in der Bildmitte ist der Grundschartner.
Blick zum Heilig-Geist-Jöchl, von Wolken verhüllt der Rauchkofel.
Tiefblick zur Plauener Hütte und zum Speicher Zillergründl, ganz links der Grundschartner.
Felssturz am Rauchkofel.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast mache ich mich nun an den Abstieg, der auf dem gleichen Weg erfolgt.

Da gehts wieder runter.
Nach einem gemütlichen Abstieg zur Plauener Hütte, bei dem ich den Weg verlor und wild über Blockwerk abstieg, nutzte ich das immer besser werdende Wetter und machte eine Rast am Sonntaglahnerkopf, einem kleinen Aussichtspunkt unterhalb der Plauener Hütte.

Die Plauener Hütte mit dem Rainbachköpfl im Hintergrund.
Heilig-Geist-Jöchl, rechts der Rauchkofel.
Blick auf die Dreitausender des Magnerkamms, in Bildmitte Rauchkofel, rechts die Kleinspitze.
Nach dieser Rast machte ich mich gemütlich auf den Weg zur Staumauer, um mit dem Bus wieder nach Mayrhofen zu fahren und einen schönen Tag ausklingen zu lassen.

Letzter Blick zur Plauener Hütte mit dem Rainbachköpl direkt darüber.

Freitag, 9. Juli 2010

Über das Brandberger Joch (2307m) ins Schwarzachtal

Nach einigem Hin&Her entschloss ich mich, eine kleine Bergtour mit zwei Geocaches zu verbinden. Also machte ich mich auf in Richtung Brandberger Joch, wo ein selten besuchter Cache auf mich wartete.
Um ca. 8:30 Uhr erfolgte der Abmarsch bei einem Bauernhof namens "Frodels". Somit ersparte ich mir etwa eine Stunde extrem steilen Weges von Brandberg aus. So war ich nun in etwa einer Stunde am Kolmhaus angekommen, wo sich ein schönes kleines Hochtal auftut.

Kurz unter dem Kolmhaus Blick zurück in Richtung Tuxertal.
Danach ging es durch das kleine Hochtal weiter hinauf. Zuerst immer flach am Talboden, entlang von schönen Almweiden mit einigen Kühen drauf, danach immer steil am Talschluss nach oben, wo dann schon die Abzweigung zum Brandberger Kolm (ein schöner Aussichtsberg, jedoch nicht mein heutiges Ziel) daherkommt.
Zum Joch ist es jetzt nicht mehr weit.

Unter dem Joch eröffnet sich dieser Blick zur Ahornspitze (links), dem Tristner sowie dem Tuxer Kamm (die Pyramide ganz hinten ist der Schrammacher, davor der Olperer und der Hohe Riffler mit dem Federbettkees)
Als ich dann am Brandberger Joch (2307m) nach einer kurzen Pause anfing, den Cache (GC1P9M2 "Brandberger Joch") zu suchen, war dieser dank des Spoilerbildes sofort gefunden. Die für einen Small überraschend große Dose war dann fast leer, doch das Logbuch hatte einen Eintrag mehr als erwartet. So schaffte ich leider keinen STF, ich war nur Dritter.

Die Cachedose schaut hinab ins Zillertal und zum Penkenskigebiet.
 Nachdem ich nun noch eine kleine Rast am Joch einlegte und das Gefühl, etwas erreicht zu haben, genoss, machte ich mich auf den Weg in Richtung Schwarzachtal, da sich dort ja ein weiterer Cache befand. Dieser Cache hatte vor kurzem eine neue Dose spendiert bekommen, wodurch er wieder zu finden war.

Beim Abstieg eröffnet sich dieser Blick in die Kitzbüheler Alpen (links) sowie in die Reichenspitzgruppe (rechts).
Nach einem kleinen Ausrutscher auf einem Schneefeld (den ich gottseidank unbeschadet überstand) kam auch schon bald die Obere Schwarzachalm in Sicht.

Blick zur Oberen Schwarzachalm. 
Von hier folgte ich nun unwillig dem Verlauf der Straße. Dies sollte sich allerdings als Glücksfall herausstellen, da mich diese Straße direkt zum Cache führte.
Sobald ich an Ort und Stelle war, war die Cachelocation bald ausfindig gemacht. Ein älteres Pärchen hatte das Cacheversteck als Rastplatz auserkoren!
Nach etwa einer halben Stunde verließen sie endlich den Platz, sodass ich ohne Probleme die kleine Dose zum Cache GC1EE4A "Murmeltiere im Schwarzachtal" heben konnte.

Der Cache im Schwarzachtal mit Blick zur Unteren Schwarzachalm.
Anschließend machte ich mich auf den Weg durch das Schwarzachtal zum Gasthaus Kühle Rast, wo meine Tour ein glückliches Ende fand.

Blick zurück von der Unteren Schwarzachalm zum Brandberger Joch.

Samstag, 15. August 2009

Hundskehljoch (2561m)

Das Hundskehljoch reizte mich schon lange. Eine Tour durch ein einsames und karges Hochtal auf einem alten Schmugglerpfad zu einem historischen Grenzübergang, der vom geplanten Straßenbau verschont blieb, das sollte die heutige Tour sein.
Nachdem das Auto an der Bärenbadalm einen guten Parkplatz fand, machte ich mich, den Wegweisern in Richtung Hundskehljoch folgend, auf den Weg. Zuerst folgt man einer Schotterstraße, die auch mit dem Bike befahrbar sein sollte. Diese hört dann bei einer alten Zollwachhütte in etwa bei der Hälfte des Tales auf.

Blick Talauswärts. Zu erkennen das Zollhäuschen am Talboden. Im Hintergrund die mächtige Erhebung des Schneekarkopf.
Taleinwärts zeigt sich der Doppelgipfel der Löffelspitze
Nach dem Zollhäuschen beginnt der Fußweg. Dieser ist meistens gut zu finden, manchmal aber nicht als Steig zu erkennen, dafür aber durchwegs gut markiert.

Der Talboden wird immer karger...
...doch immer wieder kommt man an kleinen Lacken vorbei.
Der Weg zum Joch führt über mehrere Talstufen hinweg und zieht sich ein wenig in die Länge. Manchmal freut man sich schon, endlich das Joch zu erreichen, doch das vermeintliche Joch entpuppt sich nur als weitere Talstufe.

Endlich ist das Joch erreicht. Links Kleinspitze, rechts Rauchkofel
Es eröffnen sich Ausblicke in die Venedigergruppe...
...sowie in die Rieserfernergruppe (ganz hinten)
Der Rauchkofel in ganzer Pracht (rechts schaut der Großvenediger heraus)
Nach einer ausgiebigen Rast am Joch mach ich mich auf den Rückweg, der am Aufstiegsweg erfolgt.

Der karge Hundskehlgrund. Im Hintergrund die Ausläufer der Reichenspitzgruppe.