Dienstag, 25. August 2009

Hamberg (2095m)

Der Hamberg, ein schöner Aussichtsberg hoch über Uderns, wird angesichts der hohen und bekannten Berge im hinteren Zillertal zu unrecht kaum erwähnt. Der Hamberg bietet überragende Aussichten, so kann man von ihm das gesamte Zillertal überblicken, man erkennt einige Gipfel des Hauptkamms (wie etwa den Schwarzenstein) und man sieht bis zum Achensee und den Gebirgszügen des Karwendel und Rofan.
Der Hamberg selbst gehört zu den Kitzbüheler Alpen. Auf den Hamberg führen durchwegs markierte Wege und Steige. Bei unserer Tour auf den Hamberg stellten wir unser Auto am Gasthaus Kühle Rast am Gattererberg ab. Von dort, zuerst einer Straße, dann Waldwegen und zum Schluss einem Steig über Grasflanken und Blockwerk folgend, immer den Wegweisern nach, zum Hamberg.
Der Abstieg erfolgte auf der gleichen Route.

Die letzten Meter zum riesigen, weit hin sichtbaten, Gipfelkreuz des Hamberg.
Dunstiger Blick in Richtung Alpenhauptkamm. In Bildmitte ist die Ahornspitze zu erkennen.

Samstag, 15. August 2009

Hundskehljoch (2561m)

Das Hundskehljoch reizte mich schon lange. Eine Tour durch ein einsames und karges Hochtal auf einem alten Schmugglerpfad zu einem historischen Grenzübergang, der vom geplanten Straßenbau verschont blieb, das sollte die heutige Tour sein.
Nachdem das Auto an der Bärenbadalm einen guten Parkplatz fand, machte ich mich, den Wegweisern in Richtung Hundskehljoch folgend, auf den Weg. Zuerst folgt man einer Schotterstraße, die auch mit dem Bike befahrbar sein sollte. Diese hört dann bei einer alten Zollwachhütte in etwa bei der Hälfte des Tales auf.

Blick Talauswärts. Zu erkennen das Zollhäuschen am Talboden. Im Hintergrund die mächtige Erhebung des Schneekarkopf.
Taleinwärts zeigt sich der Doppelgipfel der Löffelspitze
Nach dem Zollhäuschen beginnt der Fußweg. Dieser ist meistens gut zu finden, manchmal aber nicht als Steig zu erkennen, dafür aber durchwegs gut markiert.

Der Talboden wird immer karger...
...doch immer wieder kommt man an kleinen Lacken vorbei.
Der Weg zum Joch führt über mehrere Talstufen hinweg und zieht sich ein wenig in die Länge. Manchmal freut man sich schon, endlich das Joch zu erreichen, doch das vermeintliche Joch entpuppt sich nur als weitere Talstufe.

Endlich ist das Joch erreicht. Links Kleinspitze, rechts Rauchkofel
Es eröffnen sich Ausblicke in die Venedigergruppe...
...sowie in die Rieserfernergruppe (ganz hinten)
Der Rauchkofel in ganzer Pracht (rechts schaut der Großvenediger heraus)
Nach einer ausgiebigen Rast am Joch mach ich mich auf den Rückweg, der am Aufstiegsweg erfolgt.

Der karge Hundskehlgrund. Im Hintergrund die Ausläufer der Reichenspitzgruppe.

Mittwoch, 27. August 2008

Schönbichler Horn (3133m)

Das Schönbichler Horn, mit 3133m ein deutlicher Dreitausender, kann absolut Eisfrei auf den guten Weganlagen des Berliner Höhenwegs erreicht werden. Dementsprechend voll ist es oft auf dem Gipfel (das Schönbichler Horn ist einer der am meisten bestiegenen Dreitausender der Ostalpen). So sehr mich diese überlaufenen Gipfel auch abstoßen, so schön ist das Panorama, welches sich auf dem Schönbichler Horn eröffnet.
Da wir die Überschreitung des Schönbichler Horns als Tagestour in Angriff nehmen, machen wir uns schon zeitig auf den Weg. Geparkt wird beim Parkplatz beim Zamsgatterl am Schlegeisstausee.
Zunächst geht es immer flach am Stausee entlang bis zur Materialseilbahn des Furtschagelhauses.  Dort eröffnen sich schon die ersten schönen Eindrücke.

Blick auf den vollen Schlegeisspeicher
Auch der Hochfeiler mit seiner Nordwand schaut schon aus den Wolken
An der Materialseilbahn beginnt der Weg zum Furtschagelhaus, der sich in unzähligen kleinen Kehren an der steilen Bergflanke empor schlängelt. Der Weg ist, trotz seiner Steilheit, gut zu gehen, und so steht man schon bald beim Furtschagelhaus, wo sich die übernachtenden Bergwanderer auf den Weg machen.

Beim Furtschaglhaus eröffnet sich dieser Blick auf den mächtigen Hochfeiler mit seiner Nordwand, ganz links der Weißzint, rechts die Hochfernerspitze
Nun folgt man immer dem mit Schönbichler Horn - Berliner Hütte beschilderten und gut markierten Weg in Richtung Gipfel. Man gewinnt schnell an Höhe, und mit der Höhe bekommt man natürlich auch immer bessere Einblicke in die umgebende Bergwelt.

Der alles dominierende Große Möseler, zweithöchster Berg der Zillertaler Alpen
Links der Große Hochsteller, die Pyramide hinten ist der Schrammacher
Nach einiger Zeit gleichmäßigen gehens erreicht man schließlich den letzten, mit Stahlseilen versicherten Anstieg zur Schönbichler Scharte, etwa 100hm unterhalb des Gipfels.

Blick zurück auf den Aufstiegsweg (man ist nie allein)
Der weitere Weg zum Gipfel
 Hier eröffnet sich nun zum ersten Mal der Blick in das andere Tal, den Zemmgrund, mit seinen mächtigen Gletschern und einem beeindruckenden Gipfelpanorama.

Rechts der Große Möseler, ganz links der Turnerkamp, in der Mitte das mächtige Waxeggkees
Blick auf die 3. Hornspitze (mitte), Schwarzenstein mit dem Schwarzensteinsattel
Blick auf den Ochsner, die Zsigmondyspitze und (unten) die Berliner Hütte
Das obligatorische Gipfelfoto
Nach einer kurzen Rast auf dem überfüllten Gipfel machen wir uns auf den Weiterweg in Richtung Berliner Hütte. Diese Route verläuft zuerst durch die Ostflanke des Berges (steiles Blockwerk, Seilversicherung) und dann über den Schönbichler Grat, durch das Graber Kar und über eine alte Gletschermoräne zum Talboden des Zemmgrund mit dem Wirtshaus Alpenrose. Den weiteren Aufstieg zur Berliner Hütte ersparten wir uns, da man auf der Alpenrose ja auch gut essen kann und wir sowieso nicht übernachteten.

Stau am Abstieg zum Schönbichler Grat
Blick vom Schönbichler Grat zurück zum Gipfel
Blick auf den Großen Möseler mit kaum mehr vorhandenem Firndreieck und dem Waxegggrat
Letzer Blick zurück zum Schönbichler Horn
Im Anschluss an eine wohltuende Suppe beim Wirtshaus Alpenrose erfolgte noch der lange "Hatscher" zum Breitlaner, wo dann auch schon das Auto auf uns wartete.

Das Schönbichler Horn ist auf jeden Fall einen Besuch wert, so einfach wie hier bekommt man nämlich selten so schöne Einblicke in die Zillertaler Alpen. Dies ist jedoch weithin bekannt, weshalb man als Freund des einsamen Weges nichts am Schönbichler Horn zu suchen hat.